Steinbrück zeigt sich mutig – Gespräche über Freihandelsabkommen mit USA einstellen

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/nsa-affaere-steinbrueck-will-gespraeche-ueber-freihandelsabkommen-unterbrechen-a-918502.html#ref=rss

 

SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück zeigt sich mutig, denn er will erste Konsequenzen aus der US-Spähaffäre ziehen. Seine Konsequenz wäre eine Unterbrechung der Verhandlungen über das Freihandelsabkommen mit den USA. Natürlich, so denkt jeder, wird es Zeit, dass die USA endlich Konsequenzen ihres Verhaltens zu spüren bekommen. Aber SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück ist klug genug, um zu wissen, was eine Unterbrechung der Verhandlungen bewirkt. Vielleicht ist diese Forderung sogar im Vorfeld abgesprochen, ganz unter dem Motto: “Pass mal auf Barack, du weißt ja, wir stecken mitten im Wahlkampf und so recht gehen uns die Themen aus, weil uns die Merkel ein Thema nach dem anderen klaut. Wie wäre es denn, wenn ich jetzt mal lautstark eine Unterbrechung der Verhandlungen als Konsequenz für die Spähaffäre fordere?” und Barack Obama sagt: “Ok, Peer, yes we can. Mach du das mal, denn das kann die Merkel sich auf offiziellem Weg ja nicht trauen. Nach der Wahl reden wir dann weiter.” Aber doch mal ganz im Ernst: Welcher Staat erlaubt es sich, die USA tatsächlich Konsequenzen spüren zu lassen? Und wohin sollte so etwas führen, in den nächsten Weltkrieg? Niemand möchte einen Krieg, auch die USA nicht und deshalb ist sie bestimmt auch gerne bereit, interessante Erkenntnisse aus den Späh-Angriffen an andere westliche Regierungen weiter zu geben. Warum also sind unsere Politiker so verdammt ruhig? Weil sie doch alle zusammen arbeiten. Und warum kann Peer Steinbrück so lautstark posaunen? Weil er doch indirekt ein Parteifreund des US-Präsidenten ist.

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