ADAC – Flügel-Spagat der gelben Engel

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/recht-steuern/gerichtliche-ueberpruefung-vielleicht-darf-der-adac-bald-kein-verein-mehr-sein-12765853.html

 

Einst waren die Gelben Engel die Pannenhelfer und Stauberater des ADAC, eines der wohl größten Vereine in Deutschland. Nun wurden aus den Himmelswesen gefallene Engel, gefallen, weil sie missbraucht wurden, vermutlich für rein wirtschaftliche Interessen. Michael Ramstetter, als Kommunikationschef vor kurzem für die Auslobung des Gelben Engels, der Trophäe für das deutsche Lieblingsauto, verantwortlich, gab inzwischen sogar zu, die Zahlen frisiert zu haben, hat sich dafür entschuldigt und wurde seines Amtes enthoben. Warum er das gemacht hat, das hat er nicht erklärt, aber warum auch? Man kann es sich ja denken. Diese Geschichte führte nun dazu, dass der ADAC schwer in der öffentlichen Kritik steht. Sogar seinen Vereinsstatus möchte man dem Club aberkennen. Aber ist das nicht schon lange ein schwieriger Spagat? Ein Verein, dessen Tochtergesellschaften milliardenschwere Unternehmen sind? Klingt eher nach Holding.

Aber der ADAC ist nicht nur schlecht. Die wahren gelben Engel haben schon so manchem Autofahrer aus der Panne geholfen. Für seine Mitglieder bietet der Club zahlreiche Vorteile an und erleichtert so manche Urlaubsreise. Letztendlich trägt er damit auch zur Sicherheit bei. Sicherheit ist ein weiterer Faktor, für den der ADAC sich aktiviert, vom Verkehrsübungsplatz bis hin zu Fahrsicherheitstrainings, Kinderverkehrserziehung und vielen weiteren Aktionen, die durchaus lobenswert sind. Darüber hinaus setzt der starke Verein sich für die Entschärfung gefährlicher Straßen und irrwitzer Verkehrsgesetze ein. Und wer einmal eine kompetente Auskunft zum Verkehrs- und Zulassungsrecht benötigt, wird beim ADAC auch nicht enttäuscht. In den Motorsport, und zwar auch auf kleiner, lokaler Ebene, investiert der Club und verlangt kaum Gegenleistungen. Der Verein ist zwar zu einem Wirtschaftskonzern herangewachsen, aber doch im Interesse seiner Mitglieder und der gesamten Gesellschaft, das sollte man nicht vergessen.

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